Die Festlegung der genauen Zielsetzungen sowie der zur Verfügung stehenden Gestaltungsspielräume ist Voraussetzung für die Ermittlung einer den spezifischen Anforderungen in möglichst optimaler Weise entsprechenden Strategie zur Gestaltung von Anlage- und Verpflichtungsseite.
Zielbestimmung und Risikoidentifikation
- Intensive Zusammenarbeit mit dem Anleger zur möglichst exakten und umfassenden Bestimmung der Ziel- und Risikohierarchie
- Klare Definition der einzelnen kurz-, mittel- und langfristigen Ziele (z.B. Fundingstabilität, Cash-Flow-Matching, Wachstum)
- Klare Festlegung der Toleranzen hinsichtlich möglicher Zielabweichungen (= Risiko), gleitend bis hin zur Festlegung von absoluten Grenzwerten oder Grenzzuständen
- Ermittlung einer Zielhierarchie zur Identifikation von kompensierenden und verstärkenden Effekten zwischen Einzelzielen
- Bestimmung von Gewichtungen der Komponenten und Festlegung von Nebenbedingungen
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Dokumentation der strategischen Ziel- und Risikopräferenz als schrittweise zu ergänzender Leitfaden für die nachfolgenden Prozessschritte und als Baustein für Organisationsdokumente (z.B. Governance, Anlagerichtlinien usw.)
Definition Modelleigenschaften
- Festlegung der relevanten Verbindlichkeiten nach Art, Gruppierung und Zusammenfassung
- Festlegung von Annahmen und Methoden für die Erstellung der Verbindlichkeitsprognosen zur möglichst vorsichtigen und akkuraten Risikodarstellung
- Kritische Bewertung des bestehenden Anlageuniversums nach qualitativen (z.B. Fungibilität, Klumpen-risiken, Prozessanforderungen usw.) sowie quantitativen Aspekten (Einzel- und Portfoliobetrachtung nach Marktwertänderung, Cash-Flows, Extrementwicklungen usw.)
- Ergänzung des Anlageuniversums um Märkte und Instrumente, die qualitativ und quantitativ per se oder im Portfoliokontext hohe Potentiale aufweisen, zu einer höheren Zielerreichung beizutragen
- Festlegung der nötigen statistischen Eigenschaften der Szenarien der Verbindlichkeiten, Renditen und Fundamentalfaktoren mit höheren Momenten, ggf. auch mit unterschiedlichen Entwicklungsphasen und Spezialszenarien (z.B. Runs, Stagflation, Historien usw.)
- Bestimmung der Bewirtschaftungsregeln (Umschichtung, Zahlungen, Ausschüttungen usw.) und Bewertungsregeln (Bilanzierung/GuV, Aufsichtsrecht, Steuer, Managementgrößen usw.), die 1:1 simuliert werden, so wie sie auch in der Realität zur Anwendung kommen.